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Anfänger-Vorschüler/Schüler

Spielerisch, natürlich und spontan können Sie Ihr Kind bei uns mit Hilfe der Suzuki-Methode bereits ab 3 Jahren ein Streichinstrument erlernen lassen. Wenn Sie mehr über diese spezielle Methode erfahren möchten, lesen Sie am besten weiter.

 
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Mehr als ein Instrumentalunterricht

Shiniki Suzuki wurde 1898, als Sohn einer Geigenbauerfamilie geboren. Er begann allerdings erst als 17-jähriger mit dem Violinspiel. Nach seinem Studium in Japan ging er nach Berlin, um bei Karl Klingler sein Violinstudium fortzuführen. Hier setzte er sich mit der europäischen Kunst und Wissenschaft auseinander, die sein ganzes weiteres Leben prägten. Suzuki begann sein Werk 1945, und mittlerweile ist seine Methode weltweit verbreitet und anerkannt. Bedeutende Musiker waren erstaunt über die großartigen Leistungen, das hohe technische Niveau und die große musikalische Ausstrahlung der Suzukischüler. Der berühmte Cellist Pablo Casals schätzte Suzukis Arbeit sehr und verfolgte mit großer Anerkennung die musikalischen und pädagogischen Zielrichtungen der Methode. Er verstand, dass Suzukis wirkliche Absichten auf einer übergeordneten Ebene liegen. Suzuki möchte den Kindern durch eine intensive Musikausbildung Einsichten und Grundwerte vermitteln, die sich prägend auf die gesamte Persönlichkeitsentwicklung auswirken sollen. Suzukis Verdienste wurden von verschiedenen Universitäten im In- und Ausland mit dem Ehrendoktor und dem Professorentitel gewürdigt. Vom Bundespräsidenten wurde er 1985 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

   

Die Muttersprache als Schlüsselidee

Suzukis Unterrichtsmethode kann man auf eine einzige Idee zurückführen: die Muttersprache. Suzuki stellte immer wieder Beobachtungen an, wie Kinder das Sprechen erlernen. Ihm wurde deutlich, dass es beim Erlernen der Muttersprache kein Versagen gibt, dass jedes Kind sein eigenes Lerntempo bestimmt und dass Kinder die besondere Fähigkeit besitzen, Sprache mit großer Exaktheit, sogar mit den feinsten Schattierungen lokaler Dialekte wiederzugeben. Suzuki übertrug dieses Lernprinzip auf die Musik und schaffte dadurch die idealen Bedingungen, nach denen jedes Kind erfolgreich lernen kann. Suzuki glaubt, wenn jedes Kind von Geburt an von musikalischen Klängen und Anregungen umgeben ist, so werden sich auch auf musikalischem Gebiet die Voraussetzungen für außergewöhnliche Fähigkeiten entwickeln. Grundlagen dieses Konzeptes ist der Respekt vor jedem Kind und die Überzeugung, dass in jedem Menschen Anlagen und Fähigkeiten vorhanden sind, die wir fördern und ausbilden können. Suzuki selbst gibt seiner Unterrichtsmethode den treffenden Namen "Talenterziehung". Oberster Grundsatz bei kleinen Kindern ist. dass das Kind selbst sein eigenes Lerntempo durch seine Konzentrationsspanne und seine Bereitschaft bestimmt. Den kleinen Kindern müssen wir beim Erlernen des Instrumentes den gleichen persönlichen Eigenrhythmus zubilligen wie beim Laufen und Sprechen lernen. Anstelle von Zwang: Respekt und Ermutigung. So wird sich eine natürliche und gewachsene musikalische Entwicklung vollziehen und eine tiefe Verbindung zum Instrument aufbauen.

   

Spiel ohne Noten

Ein wesentliches Merkmal der Suzuki - Methode ist der Verzicht auf Noten während der ersten Unterrichtsjahre. Das Kind erlernt sein Instrument nach dem Vorbild des Sprechenlernens, also durch Hören, Beobachten und Nachahmen. Dadurch können die Schüler sich ganzheitlich auf ihr Instrument konzentrieren. Um es mit den Worten der neuesten Gehirnforschung auszudrücken, sie lernen mehr in der „rechten“ oder auch analogen Gehirnhälfte. Das unmittelbare „Tun“ erleichtert und vereinfacht die entscheidenden Anfangsschritte im besonderen. Die Schüler werden von uns im Unterricht animiert entsprechend komplexe Vorgänge (Bewegungsabläufe, Hinhörschwerpunkte, musikalische Formen oder Formzusammenhänge, Unabhängigkeitsgeschicklichkeiten zwischen linker und rechter Hand, etc.) in bildhafte Assoziationen umzusetzen. Selbstverständlich wird dabei die „Bilderwelt“ für die jeweilige Altersstufe mitberücksichtigt. Ein paar Beispiele: Ein Schüler hat Schwierigkeiten ein bestimmtes Stück zu behalten, so teilen wir einfach das Stück in sinnvolle musikalische Einheiten und versehen diese mit „verrückten“ Bildern. „Versteckte Grashüpfer“ oder „halbe Pumuckel mit Kellerfahrt“ sind mnemotechnisches Grundnahrungsmittel.

   

Hören

Das Kind soll regelmäßig CDs bzw. Cassetten mit den zu erlernenden Stücken anhören. So prägt sich von Anfang an ein qualitativ guter Klang ein, ein klarer Rhythmus, richtige Intonation, musikalische Gestaltungsmöglichkeiten usw.. Natürlich gehört dort ebenso das Hören von "live" - Musik dazu, die durch keine Konserve ersetzt werden kann, und den Kindern immer ein besonderes Erlebnis vermittelt.

   

Beobachten und Nachahmen

Suzuki macht sich die erstaunlich große Begabung von Vorschulkindern zunutze, Dinge nachzuahmen. Dazu benutzt er die auditive Vorlage (CD, Cassette) und die visuelle. Das Kind beobachtet die Bewegungsvorgänge beim Instrumentalspiel bei Lehrern, anderen Kindern und nicht zuletzt bei Mutter oder Vater. Durch das genaue „Beobachten“ der Musikstücke und der nötigen Bewegungsabläufe kann auf die zusätzliche Belastung des Notenlesens verzichtet werden. Das Kind ist so in der Lage, sich viel besser auf den musikalischen Ausdruck und die spieltechnischen Anforderungen zu konzentrieren. So gehen die elementaren Zusammenhänge zwischen Hören, Vorstellen, Führen und Spielen unmittelbar ineinander über. Auch dieser Punkt - Spiel ohne Noten - entspricht dem Vorgang des Erlernens der Muttersprache. Suzuki sagt: "Ein Kind spricht zuerst, und später erst lernt es Lesen."

   

Einzel- und Gruppenunterricht

Jedes Kind erhält von Anfang an einmal wöchentlich Einzel- und Gruppenunterricht. Dazu können Sie bei uns wählen von 20/30/45/60 Minuten Einzelunterricht (je nach Alter) plus 45 Minuten Gruppenunterricht bzw. für fortgeschrittene Schüler 90 Minuten Ensemble/Orchesterunterricht. Der Einzelunterricht dient dazu, individuell auf jedes Kind einzugehen, an seinen persönlichen Schwierigkeiten zu arbeiten, neues Repertoire zu erklären, bekanntes Repertoire zu bearbeiten, wiederholen und musikalisch zu vertiefen. Die regelmäßige Begegnung zwischen Schüler und Lehrer soll die kontinuierliche und systematische Weiterentwicklung des Kindes auf technischer und musikalischer Ebene sichern. Während im Einzelunterricht sehr ruhig und konzentriert gearbeitet wird, geht es im Gruppenunterricht häufig etwas lockerer zu. Dort werden viele Bewegungs-, Geschicklichkeits-, Hör-, Gedächtnis- Reaktions- und Musikspiele gemacht, die zum einen die motorischen, audiellen, visuellen und Gedächtnis-fähigkeiten des Kindes gezielt ausbilden sollen, und zum anderen Auflockerung und Spaß in den Unterricht bringen. Besonders für die kleinen Schüler ist es wichtig, dass der Unterricht stets abwechslungsreich, lehrreich und unterhaltsam zugleich ist. In der Gruppe fällt vieles leichter, wird vieles interessanter als im Alleingang. Der pädagogischen Phantasie des Lehrers sind keine Grenzen gesetzt! Ein einfaches Beispiel wie sich die Geigenhaltung mit einer oben bleibenden Schnecke „üben“ lässt: Wir balancieren Murmeln auf den Saiten [Bild: Philipp H. /EU] oder versuchen ein „Bonbon“ hinter den Steg zu legen und dabei ein bekanntes Stück zu spielen. Können Sie sich vorstellen wie viel Spaß und Freude die Schüler dabei haben, wenn das „gute Stück“ oben liegen bleibt – und anschließend „vernascht“ werden darf ?

   

Elternmitarbeit

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Suzuki - Methode ist die konsequente Eltern-Mitarbeit. Der Lehrer muss besonders in den ersten Unterrichtsjahren mit der Unterstützung mindestens eines Elternteils rechnen können. Vater oder Mutter sollte das Kind regelmäßig zum Unterricht begleiten. Dort werden die Eltern vom Lehrer auf alle wichtigen Punkte hingewiesen, die sie beim täglichen Üben zuhause weiterverfolgen und vertiefen sollen. Die wichtigste Aufgabe der Eltern ist es jedoch, eine gute musikalische Umwelt zu schaffen, d.h. dem Kind regelmäßig wertvolle Musik vorzuspielen, es häufig zu Konzerten mitzunehmen und ihm durch viel Lob und Anteilnahme zu einer harmonischen, musikalischen Entwicklung zu verhelfen. Allgemeine Erziehungsziele Suzukis pädagogisches Konzept ist mehr als ein musikalischer Bildungsweg. Leistet Suzuki nämlich besonders in einer durch Konsum, Orientierungslosigkeit und Gewalt geprägten Zeit einen wesentlichen Beitrag dazu, das Kind in seiner Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und ihm so zu einer aktiven eigenverantwortlichen Lebenshaltung zu verhelfen. Seine Schwerpunkte liegen - in der systematischen Schulung des Gedächtnisses und der Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit, in der Entwicklung der Sensibilität dem Schönen bzw., der Kunst gegenüber sowie in der Vermittlung der Einsicht, dass Lernen und Üben in allen Bereichen eine regelmäßige und lebenslange Aufgabe darstellen. Suzuki ist der festen Überzeugung, dass jedes Kind durch diese Einsichten und Fähigkeiten zu einem hohen Grad an menschlicher Bildung und Größe gelangen kann. Unsere Aufgabe muss es daher sein, das Kind in diesem Sinne zu fördern.

   

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©Violin u. Suzuki-Studio, Tübingen

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Letzte Aktualisierung:25.03.2009

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